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Der weltberühmte ,,Strettweger Kultwagen“

Das Replikat ,,Strettweger Kultwagen“ stammt vom Judenburger Künstler Gert Albrecht.

Der 1851 gefunden Kultwagen von Strettweg gehört zu den prominentesten Objekten der steirischen Geschichte. Auch seine Forschungs- und Restaurierungsgeschichte ist sehr bewegt! Der Kultwagen von Strettweg stammt aus einem außergewöhnlich reich ausgestatteten Fürstengrab (6. Jh. v. Chr.). Der Kultwagen ist aus Bronze gefertigt. Das 46,2 cm hohe Objekt zeigt eine Prozession von je zwei berittenen Kriegern, einem Mann und einer Frau sowie zwei Personen, die einen Hirsch am Geweih führen; im Zentrum des Kultwagens steht eine nackte, weibliche Figur, die eine Schale in den über den Kopf erhobenen Händen hält. Sie dürfte als Göttin anzusprechen sein.

Es ist ein herausragendes Zeugnis des Kunsthandwerks der frühen Eisenzeit und widerspiegelt die geistige und religiöse Welt der Menschen zum Zeitpunkt seiner Entstehung.

Viele Jahrhunderte lang ahnte niemand, welch geschichtsträchtige Gegend die Felder und Wiesen am Fuße des Falkenbergs bei Strettweg sind und was sich seinerzeit an den Hängen des Falkenbergs abgespielt hat. Ja nicht einmal, als ein Bauer bei seiner Feldarbeit auf verschiedene Bronzeteile stieß, erkannte man die Bedeutung dieser Region in der Hallstattzeit, also der frühen Eisenzeit.

Doch der Reihe nach: Im September des Jahres 1851 ebnete der Bauer Ferdinand Pfeffer vulgo Trögl auf seinem Feld einen Hügel und stieß dabei auf eine Ansammlung von Steinen. Nach deren Entfernung fand er Schmuck, eiserne Waffen, bronzene Amphoren, Zaumzeug und eben auch Figuren aus Bronze. Er wusste nicht, dass er auf ein monumentales Fürstengrab aus der Hallstattzeit gestoßen war. Daher gab Ferdinand Pfeffer die Bronzefiguren seinen Kindern zum Spielen. Erst der Pfarrkaplan Wilhelm Decrignis erkannte, dass es sich um etwas Besonderes handelt und informierte sachverständige Wissenschaftler in Graz. Der Kirchenhistoriker Mathias Robitsch ließ die Funde aufsammeln und nach Graz bringen. Einige Teile gingen jedoch verloren. Im August 1852 nahm Robitsch an der Fundstelle eine Nachgrabung vor und fand ergänzende und neue Gegenstände. Er ließ den „Kultwagen“ zusammensetzen und übergab ihn und die übrigen Funde dem Joanneum Graz.

Quelle: www.museum-joanneum.at

www.judenburg.com/cms/Stadtmuseum_Judenburg.

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