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Die Palmweihe

Am „Schmerzhaften Freitag“ treffen sich die Familien noch im Morgengrauen – ganz wie es der alte Brauch verlangt. Es werden in den Stuben die Palmkätzchen zurechtgeschnitten, mit Weiden um eine Stab gewickelt und mit Buchsbaum- und Wacholderbaumzweigen schön verziert. Ursprünglich bestand der Palmbuschen aus sieben verschiedenen Pflanzen

Der Palmsonntag läutet nicht nur die Karwoche ein, er ist auch jener Tag, an dem traditionell der Palmbuschen geweiht wird. Dem gebundenen Strauß aus Zweigen, der von Palmkätzchen gekrönt ist, wurden schon vor langer Zeit mystische Kräfte zugeschrieben - besonders nach der Weihe.

An diesem Tag wird Jesus‘ Einzug auf einem Esel in Jerusalem gedacht. Damals streuten die Menschen Palmzweige auf den Weg, um das Königtum zu symbolisieren. Die Palmwei- den gelten im Murtal als heilige Bäume, die für Unabhängigkeit oder Freiheit stehen. Heute werden am Palmsonntag geschmückte Palmbuschen oder auch Palmzweige meist außerhalb der Kirche mit Weihwasser gesegnet.

Sind die Palmbuschen einmal geweiht, nimmt man sie mit nach Hause und steckt sie in die Erde auf dem Acker oder im Garten - überall da, wo man im nächsten Jahr Fruchtbarkeit möchte.

Aber auch medizinischen Wert sollen die pelzigen Kätzchen besitzen - früher hat man sie sogar gegessen: Drei Stück, zu Ostern geschluckt, sollten Halsschmerzen lindern.

Schutz gegen Unwetter und vor Unfällen

Wer sein Haus vor Unwettern schützen will, sollte den geweihten Palmbuschen im Herrgottswinkel platzieren, und legt man einen ins Handschuhfach, bewahrt er vor Autounfällen, sagt man.

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