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Der Reisigbesen am Tatscherhof

Auf dem Tennboden liegen Holzsplitter und allerlei Späne. Eigentlich ist das ein Job für einen Staubsauger – Mit einem Besen bekommt man ja nie allen Schmutz weg. Weit gefehlt: Die selbstgemachten Besen von Markus Poier vom Tatscherhoff fegen den Schmutz bis auf das letzte Körnchen weg.

Poier stellt noch Besen her, wie sie einst vor 100 Jahren im Pölstal auf den Höffen benutzt wurden. „Die Besen wurden überwiegend auf dem Bauernhof – im Haus und ums Haus herum – benutzt“, verrät er. Mit diesen Besen wurde beispielsweise der Futtergang und auf dem Speicher gekehrt. Unvorstellbar – sein Besen besteht nur aus Holz. Somit ging damals von dem Besen auch keine Gefahr für die Tiere auf dem Hof aus.

„Es war damals wichtig, dass ein Besen 100-prozentig als Werkzeug zu benutzen ist“, erklärt mir der Max wie man ihn nennt. So musste der Stil fest im Besen stecken, damit dieser beim Arbeitsvorgang nicht auseinanderbrach. „Natürlich war auch wichtig, dass er nichts kostet“, so der Fachmann. Aus diesem Grund hat man nur Materialen verwendet, die auf dem eigenen Gelände wachsen: Birkenreisig und Haselnussholz sind die wichtigsten Bestandteile des Besens.

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