Hochturm 2081 m, wo der Gipfel eine Nebenrolle spielt

Eine einzigartige Wanderung in der südwestlichen Hochschwabgruppe westlich von Tragöß ist der Gipfel zum Hochturm. Der Gipfel spielt bei dieser Tour aber nur eine Nebenrolle. Der östliche Teil des Trenchtling-Plateaus steht weitgehend unter Naturschutz. Man wandert durch ein wunderschönes Naturjuwel, dem Edelweissboden. Hier kann man die Blüte von tausenden Edelweissen von Ende Juni bis Ende Juli hautnah selbst miterleben. Ein Naturschauspiel der Sonderklasse.

Vom Edelweissboden aus gelangt man weiter zum Gipfel des Hochturm, wo man einen wunderbaren Rundblick über die Hochsteiermark genießen kann und den türkisblauen Grünen See aus der Vogelperspektive beobachten kann.


Blumenreiches Hochplateau, Alpenpflanzen in großer Bandbreite - Highlights Edelweiß und mehreren Arten von Kohlröschen


Ausgangspunkt der Wanderung ist die Versorgerhütte „Hiaslegg“ (1154m), die mit dem Auto erreichbar ist. (Parkgebühr 4 Euro) Von dort geht man entlang der Markierung 873 über den Edelweißboden zum Gipfel des Trenchtlingstocks, dem Hochturm (2081 m).

Die Wanderung beginnt gemütlich und verläuft abwechselnd durch den Wald und auf einer Forststrasse. Vielfältige Blumen zieren den Weg. Immer wieder zeigt sich das Hochschwabmassiv im Osten. Kurz vor einer Wasserstelle biegt man dann endgültig in den Wald ab und nun wird es auch etwas steiler. Nach etwa 1½ Stunden Gehzeit erreicht man den Edelweißboden. Es ist wirklich erstaunlich wie viele tausende Edelweiß nebeneinander wachsen. Der Almboden hält aber auch noch viele andere bunte Bergblumen für den Wanderer parat. (Nach Vanille duftende Kohlröschen, Teufels-krallen, um nur einige zu nennen.) Jetzt zeigt sich auch die Bergwelt rundherum. Im Osten das Hochschwabmassiv, davor die Meßnerin. Etwas nördlicher davon der Ebenstein und der Brandstein. Im Westen die Eisenerzer Alpen mit dem Reichenstein als markantesten Berg. Ab jetzt geht es kontinuierlich (aber nicht anstrengend) bergauf, bis man den Erzberg im Westen „auftauchen“ sieht. Es folgt ein kurzer Abstieg. Nach wenigen Schritten zeigt sich dann auch schon der Gipfel des Hochturm. Jetzt ist es nicht mehr weit. Ein kurzer Anstieg von etwa einer ¼ Stunde und der Gipfel (2081 m) ist erreicht. Von dort aus sollte man bei guter Fernsicht nicht nur die nahe liegenden Gipfel der Eisenerzer Alpen (Gößeck, Reichenstein, Kaiserschild, Pfaffenstein, Griesmauer) und der Hochschwabgruppe (Brandstein, Ebenstein, Meßnerin, Hochschwab) sehen, sondern auch die Gipfel der Seckauer Alpen (Hochreichart, Geierhaupt) oder den Lugauer.



Tipp

Beim Rückweg ist es empfehlenswert einen Blick auf den Grünen See zu werfen. Noch bevor man auf den Edelweißboden zurückkehrt, geht man links vom markierten Weg ab, bis man unter der Meßnerin den Grünen See erblickt. Dieses „Fleckchen“ Erde lädt wieder zu einer Rast ein. Bei guter Fernsicht kann man im Süden den Grazer Schöckl erblicken. Als Orientierungspunkt dient dabei das Rennfeld mit seiner Richtfunkstation (etwas rechts davon ist der Schöckl!).




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