Dreistecken 2382m ,,Wo Kaiser Maximilian I schon zur Gamsjagd ging"

Am 11. Juli 1514, dem Sankt Margarethentag, war Maximilian wieder auf dem Tauern zur Gamsjagd, einem von ihm bevorzugten Jagdrevier, in welchem er zu seiner persönlichen Bequemlichkeiten auch Jagdbehausungen hatte errichten lassen. In seiner Begleitung war auch der Leibjäger Kaspar Lechthaler aus Hohentauern. Da geschah das Unglück. Ober der Bacheralm bei Hohentauern unter der Hochheide war man in die Felswände gestiegen. Da stürzte plötzlich Lechthaler – die Ursache ist nicht bekannt - vor den Augen des Kaisers aus der Wand, fiel über 200 Klafter damaligen Maßes, also etwa 300 m in die Tiefe und blieb zerschmettert liegen.

Das Unglückgebiet, die Bacheralm, umgeben von Kleine und Große Rübe, Seekarspitze, Dreistecken, Hochhaide und Almspitz.

Quelle: Der Tauern DR. ALOIS LEITNER, 8785 HOHENTAUERN 23. NR. 63 / März 2011


Die Wanderung beginnt am Parkplatz bei der Edelrautehütte. Allerdings folgt man nicht den total überlaufenen Weg zum Gr.Bösenstein sondern zweigt rechts den Steig Nr. 944a der am Seeabfluss des Kleinen Scheibelsee vorbei führt ab. Der See selbst liegt aber etwas versteckt in einer Mulde.

Der Pfad führt weiter in den Wald, nach kurzer Zeit weist eine Tafel den Pfad zum Ochsenkar. Man steigt dabei rund 100 Höhenmeter bergab. An einer steileren Stelle wird ein Felsband mit einer Alu-Leiter überwunden, dann folgt ein etwas unangenehmes Stück durch dichten Farn, ehe man den lichten Waldweg zur Ochsenkarhütte geht. Dort angelangt hat man die Menschenmassen hinter sich gelassen, und man kann sich auf eine einsame Wanderung freuen.

Nun führt ein schöner Steig in der S-Flanke des Großen Rüben, über eine Steilstufe in die hinterste Gamsgrube zum "Gefrorenen See" (2075m) (eindrucksvolles Kar, vor allem wenn noch Schnee liegt).

Nun gehts steil bergauf in die Gamsscharte auf 2230m zu einer weithin sichtbaren Wegkreuzung. Der Ausstieg zur Gamsscharte ist ausgesetzt, aber technisch erfordert der Aufstieg keinerlei Schwierigkeiten. Es liegt zwar ein Sicherungsseil am Einstieg, wurde aber vermutlich durch den Schneedruck mit den Jahren beschädigt. Bei der Weggabelung an der Scharte orientiert man sich nach rechts und steigt auf dem markierten Steig (Weg Nr. 944A) am Grat entlang zum höchsten Punkt der Tour, dem "Dreistecken" (2.382 m), auf. Der Rückweg ist der gleiche.



Hinweis: Die beiden Gipfel stehen dem Bösenstein um nichts nach, obwohl vom Ausgangspunkt Edelrautehütte fast alle Wanderer den Bösenstein ansteuern.


Startpunkt

Großer Parkplatz auch für Busse ca. 10 Gehminuten von der Hütten entfernt.

Die Mautstraße auf die Edelrautehütte ist von 13.09. bis voraussichtlich 30.09. täglich von 16:00 – 08:00 Uhr aufgrund von Jagdausübung für den Autoverkehr komplett gesperrt! Der Schranken ist versperrt, auch das Mountainbiken ist in dieser Zeit verboten. Die Hütte ist zu Fuß jedoch jederzeit erreichbar! Mit 8 Euro ist die Maut nicht gerade günstig.


Einkehr

Edelrautehütte

Edelrautestraße 5

8785 Hohentauernn


Schwierigkeit: meitel


Technik ****

Kondition ***

Erlebnis ****

Landschaft ****

Gefahrenpotenzial ***



Strecke. 11,4 km

Dauer. 4,40 h ohne Pause

Aufstieg. 891 hm

Abstieg. 891 hm

Höchster Punkt. 2.382 m

Tiefster Punkt 1.628 m


Beste Jahreszeit. April,Mai, Juni, Juli, August, September ACHTUNG! Die Jagdzeiten beachten.




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